Beginn
Di., 10.11.2026,
17:20 - 20:00 Uhr
In der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 entfesselten die Nationalsozialisten im ganzen Deutschen Reich eine Reihe von gegen die jüdische Bevölkerung gerichteten Pogromen. Unter dem Vorwand der Reaktion auf das Attentat eines polnischen Juden auf einen deutschen Legationssekretär erreichte die Radikalität der nationalsozialistischen Gewaltpolitik einen vorläufigen Höhepunkt: Synagogen gingen in Flammen auf, tausende Juden wurden in Konzentrationslager verschleppt, Hunderte getötet. Auch in Recklinghausen brannte die örtliche Synagoge – unweit des damaligen und heutigen Polizeipräsidiums.
Die Exkursion bietet die Gelegenheit, die über 100-jährige Geschichte der Kreispolizeibehörde Recklinghausen anhand der Ausstellung „wiR Erinnern“ im Polizeipräsidium kennenzulernen. Einen Schwerpunkt der Führung wird die Rolle der Recklinghäuser Polizei und des Gebäudes selbst in der Zeit des Nationalsozialismus bilden. Anschließend geben Isaac Tourgman und Hendrik Mathias in der direkt benachbarten Jüdischen Gemeinde Einblicke in die spezifische Ausprägung der Novemberpogrome in Recklinghausen. Der Vortrag zeichnet die Entwicklungen nach, die zu den Novemberpogromen führten, und stellt die Reaktion der Recklinghäuser Gesellschaft und ihrer Polizei auf die „Katastrophe vor der Katastrophe“ (Raphael Gross) dar.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen und dem Polizeipräsidium Recklinghausen statt.
Anmeldung bis zum 03. November